Wo Aphrodite aus den Wellen des Meeres entsprang!

Laufen im Land der Liebesgöttin

Lauferlebnisreise durch Zypern vom 06.03. – 17.03.2014

6. – 17.03.2014 von Bernd Neumann Teil 5

Sonntag 10. Tag Marathon Limassol

 Der Untertitel “Run with a smile” ist sehr treffend, denn einen Marathon kann man nur mit einem Lächeln laufen besonders als Marathon-Sammler mit langsamen Zeiten. Letzten Sonntag war ich beim Pafos-Marathon und heute heißt es Limassol-Marathon.

 Wir fahren rechtzeitig von unserem Bergquartier runter in die Stadt Limassol. Parken können wir ganz bequem wo wir gestern schon standen. Wir sind rechtzeitig um kurz vor acht am Hafen und haben so noch eine Stunde Zeit bis zum Start um 9 Uhr. Das Wetter ist heute Morgen noch frisch und so behalte ich meine Jacke noch bis kurz vor dem Startschuß an. Der Bereich hinter dem Starttor füllt sich jetzt recht schnell, denn es werden alle Teilnehmer aller Strecke gleichzeitig bzw. in Blocks hintereinander gestartet.

 Der Sprecher nennt nun die vielen Nationen die heute hier starten. Es ist schon ein sehr internationaler Lauf.Noch die obligatorischen Fotos, nochmal rumschauen ob man Germanen findet und schon geht es los. Es starten erst die rund 200 Marathonis, kurz danach rund 350 Halbmarathonis und dann kommt die 10 + 5km Läufer.

 Der Veranstalter nennt sein Rennen: „ Der Limassol Marathon ist weltweit der beste Anfänger-Marathon“. Wenn das stimmt, warum kommen dann nur rund 200 Marathonis hierher zum Laufen?

 Also los, kurz über den neunen Teil der Promenade und dann auf die breite vierspurige Straße und gen Nordosten immer am Beach entlang. Wir sehen ihn jetzt ein ganzes Stück nicht durch die Bauzäune aber wir können das Meer riechen.

 Neben uns sind die vielen hohen Gebäude der Banken und edlen Geschäften, die zum Teil auch Arabische und Russische Aufschriften tragen. In den letzten Jahren hat es viele Multis hierher gezogen, die hier investieren. Auf der gesamten Insel ist ein enormer Bauboom zu sehen und viele kleine Fischerdörfchen verschwinden so nach und nach.

 Wie so oft bin ich schnell letzter der kleinen Marathongruppe durch meine vielen Fotos zu Anfang des Laufes. Direkt vor mir läuft der Schwede Christer Svensson, besser gesagt er will den Marathon heute als Geher bewältigen. Für uns Läufer sieht dieser Stil schon recht seltsam aus.

 Wir sind noch keine zwei Kilometer gelaufen da überholt uns die Führungsgruppe der Halbmarathonläufer. Hier kann man sehen wenn man zu diesem Zeitpunkt selbst so ungefähr 9 km/h drauf hat und wird von rund 18 km/h schnellen Läufern überholt was Tempo heißt.

 Neben mir läuft ein älterer Japaner in rosa Umhang und mit einem Affen im Rucksack. Hey, den kenne ich doch, der war doch auch bei meinem 100. Marathon beim Niagara Falls Marathon Ende Oktober 2011 dabei. Da sind wir ein Stück zusammen gelaufen. Ich laufe neben ihm und spreche ihn an, aber er versteht wohl kein englisch, schade.

 Wir kommen an der St. Catherine’s Catholic Curch vorbei wo gerade wohl eine Messe beginnt oder endet. Wir befinden uns auf der Christodoulou Chatzipavlou der langen vierspurigen Straße die neben dem Meer verläuft. Heute sind alle vier Spuren für uns gesperrt. Sollte doch mal ein Auto aus einer Einfahrt kommen so wird es sofort an der nächsten Möglichkeit rausgewunken. Hier gibt es das Problem mit den Autos zwischen Läufern wie beim Pafos-Marathon nicht.

 Noch vor dem 5km Punkt kommen wir am Zoo vorbei und beim Blick über die Straße sehe ich schon die ersten 10-km Läufer auf dem Heimweg. Dann kommt die Versorgung wo es mal wieder Wasser in 0,5l Flaschen gibt. Zwei drei Schluck und die Pulle landet im Rinnstein. Schade, diese Wasserverschwendung.

 Nach dem 5km Schild läuft neben mir ein weiterer Japaner, der sich mit dem älteren japanischen Läufer unterhält. Also hin und fragen, denn ich möchte doch wissen ob er es ist. Ich spreche ihn in meinem gebrochenen englisch an und erhalte in bestem deutsch die Antwort, dass er und sein Freund Yasushi gemeinsam um die Welt laufen. Sein Name ist Shinichi Takahashi. Er fragt dann Yasushi und er bestätig das er 2011 an den Niagara Fällen gelaufen ist. So klein ist die Welt. Shin erzählt mir dann noch das sie im September den Berlin Marathon laufen wollen und dann zum Münchner Oktoberfest wollen. Yasushi Kokubu wäre schon über 600 Marathons weltweit gelaufen erzählt er mir noch. Also muss ich doch mal recherchieren. Yasushi gehört auch dem Seven Continents Club der Marathon Finisher an. Er wird in diesem Jahr 70 Jahre alt. Alle Achtung, dagegen in Shin noch 5 Jahre jünger, na dann habe ich ja noch viel Zeit schöne Marathons weltweit zu sammeln.

 Bei Km 7,5 gibt es neben Wasser auch Schwämme die jetzt nötig sind, denn es ist hier zwischen den Häusern richtig warm. Ich muss mal wieder mein Funktionsunterhemd ausziehen und an den Gürtel binden. Jetzt beginnt die Strecke auch wellig zu werden. Also flach ist er ab hier nicht mehr. Mal sehen wie sich die Höhenmeter sammeln im Vergleich zum Pafos-Marathon.

 Ein Stück weiter kommt mir auf der Gegenseite der erste Marathoni entgegen. Es ist mit der Start Nr. 203 der Pole Wojziech Kopec. Er wird den Marathon heute auch gewinnen in einer hervorragenden Zeit von 2:17:27. Für uns heißt es weiter aufwärts zum Stadtrand.

 Bei Km 10 sind wir direkt neben dem Meer. Hinter dem  Wasser- und Isostand liegt die Amathounta (Amathus) Archeological Area. Amathus war einst eine wichtige Stadt in der Antike Zyperns. Neben den diversen Säulen die man von der Straße aus sieht gibt es rund um diese Ausgrabungsstätte noch viele archäologische Funde die bis ins Meer reichen.

 Unser Weg führt uns weiter auf der Küstenstraße nach Agios Tychon. Auf der anderen Straßenseite kommen mir nun immer mehr Marathonis (blaue Start-Nr.) und Halbmarathonis (grüne Start-Nr.) entgegen.

 Dann kommt er der Tourn-Point für die Halbmarathonis bei ungefähr 10,5km. Nun sehne ich mich auch langsam nach unserem Retourn-Point, denn es geht mir heute nicht so gut. Bin gestern mit einer Erkältung und starkem Husten sowie einer Trommel-fellentzündung schlecht eingeschlafen. Heute Morgen habe ich mich aber gut gefühlt und wollte deshalb laufen. Jetzt nach einem Viertel der Strecke merke ich das es mir doch nicht so gut geht.

 Es geht jetzt sehr wellig über die Straße weiter gen Osten. Nach ca. 13,5km am Ortsende von Pyrgos kommt dann auch unsere Wende. Kurz hinter mir sind noch Yasushi und Chin. Sie werden mich aber noch überholen und vor mir finishen.

 Nun geht es zurück Richtung Start bzw. Ziel. So eine Wendepunktstrecke ist jedoch nicht langweilig weil man nun einen ganz anderen Eindruck hat beim Rückweg. Im Bereich der Stadt bewölkt es sich und es wird kühler so dass ich nun mein Hemd wieder anziehen muss. Jetzt überholt mich Yasushi und von nun an habe ich ihn vor mir.

 Ich muss jetzt schon immer wieder Gehpausen einlegen und jeder Kilometer wird langsamer. Ich habe wohl meine Erkältung unterschätzt? Kilometer 21 und die Uhr zeigt 2:32. Ok, fünf Stunden werden es heute nicht, egal weiter.

 Es geht vorbei am Zielbereich an den Rand der Altstadt. 27km sind geschafft, es sind nur noch 15km die ich vor mir habe. Wir sind am Alten Hafen und laufen nun rund drei Kilometer gen Westen bis zur Abbiegung zum Neuen Hafen.

 Nun geht es runter zum Neuen Hafen. Das Km-Schild 30, juchhu. Durch den großen Kreisel und aufwärts.

 Rechts ab und zurück in Richtung Alter Hafen. Neben mir läuft eine Britin die auch Mühe hat und immer wieder gehen muss. So ist sie mal ein Stück vor mir dann hole ich sie wieder ein. Diese Motivation ist ganz gut wenn sich zwei schwache Läufer in Richtung Ziel schleppen.

 Bei Km 32,5 geht ein Marathoni wie beim Nachmittagskaffee spazieren. Was der wohl hat? Ja, wer schon viele Marathons gelaufen ist, der weiß, dass jeder Marathon seine eigenen Gesetze hat. Ich gehe flott an ihm vorbei was mir wieder ein wenig Kraft gibt.

 Kurz vorm Altstadthafen kommen wir an der St. Antonious Kirche vorbei. Die Britin Nicola Carter hat einen jungen Mann nun als Begleiter. Es ist der Kanadier Andreas Vulcanescu.

 Wir kommen in der Nähe vom Medival Castle vorbei. Der Blick aufs Fort bleibt uns jedoch von der Laufstrecke verbogen. Hier werde ich  von einem flotten Geher überholt, es gibt also noch mehr langsame Marathonis die jetzt meist Gehen und ab und zu Laufen um ins Ziel zu kommen.

 Wir sind nun wieder neben dem Ziel, aber es fehlen uns noch 8km zum Ziel. Also weiter kämpfen. Neben uns ist ein Markt und viele Menschen sind hier zu Gange. Von uns einzelnen Marathonis nimmt aber keiner mehr Notiz. Macht nichts, es geht weiter.

 Ich schaue auf die Zieluhr und beginne zu rechnen. Wenn ich für die letzten 8km je 9 Minuten benötige könnte ich noch unter 5:30 ins Ziel. Ich habe da bei vergessen das mein Körper noch ein gehöriges Wörtchen mitzureden hat.

 Es geht wieder die Anfangsstraße gen Osten, aber diesmal nur vier Kilometer. So auf der Hälfte der letzten Retourn-Strecke sehe ich gegenüber auf der Straße dass der Geher starke Krämpfe haben muss. Es muss von den Sanis gestützt werden und das auf den letzten 3 Kilometern. Wie mir später erzählt wird, ist er mit Hilfe der Sanis durchs Ziel und dann gleich fast bewusstlos auf die Trage gelegt worden. Er ist dank Hilfe in knapp 4:53 durchs Ziel.

Ich bin ungefähr bei km 39 und werde höflich gebeten jetzt den Radweg zu nutzen damit man die Straße freigeben kann. Kein Problem für mich. Bei Km 40 muss ich mich kurz auf eine Bank setzen. Der Akku ist nicht nur alle sondern im roten Bereich. Eine Minute Ruhe und dann weiter. Es sind nur noch 2km.

 Ich bin ungefähr bei km 39 und werde höflich gebeten jetzt den Radweg zu nutzen damit man die Straße freigeben kann. Kein Problem für mich. Bei Km 40 muss ich mich kurz auf eine Bank setzen. Der Akku ist nicht nur alle sondern im roten Bereich. Eine Minute Ruhe und dann weiter. Es sind nur noch 2km.

 Nun kommen mir auch viele Läufer mit Medaillen um den Hals entgegen. Sie sind es die mir zu klatschen und mich aufmuntern. Dann kommt die Erlösung indem ich von der Straße abbiegen kann zum Molos (Promenade). Die letzten 300m sind Running-Emotion pur.

 Der Palmen gesäumte Zielbereich ist einer den schönsten auf denen ich je gefinisht habe. Dann durchs Ziel die Medaille um den Hals und danke lieber Körper das du durchgehalten hast. Die Zeit ist zweitrangig, das Erlebnis steht im Vordergrund und der Körper wird sich wieder erholen. Ich habe mit 5:47:50 meinen 143. Marathon und die Nr. 8 in diesem Jahr geschafft.

 Nach mir sind noch zwei Läufer ins Ziel gekommen, die herzlichst vor ihren Angehörigen begrüßt wurden. Noch ein Paar Fotos und dann ein zwei Bier um dem Körper alles das zu geben was er verbraucht hat in den letzten Stunden.

 Nebenan auf dem Parkplatz gibt es eine Super-Lifeband wo wir uns noch eine ganze Weile  aufhalten. Dann heißt es ab in die Berge, denn morgen ist Heimreise. Die Überraschung erwartet uns dann am Dienstag, dicke Bronchitis, Fieber und ab ins Bett. Diese Erlebnisse kann mir jedoch keiner nehmen.

 Eine sehr gut organisierte Veranstaltung erwartet hier den Läufer. Im Vergleich mit den Höhenmetern vom Pafos-Marathon muss man doch ein Drittel mehr bewältigen, was man unterwegs durch die langen sanften Anstieg nicht so merkt. Wie die über 4.000 Teilnehmer zusammen kommen kann ich nicht genau sagen, denn es kamen 193 beim Marathon, 322 beim Halbmarathon, 444 beim 10km Lauf und 115 beim 5km Lauf ins Ziel. Wie ich gehört habe sind jedoch ganz große Scharen von 1km Läufern unterwegs gewesen.

Marathonsieger:

  1.    2:17:27            Wojciech Kopec                       Polen
  2.    2:23:56            Tamas Nagy                             Ungarn
  3.    2:38:26            Ahmet Kazahoum Jebel           Cypern

Marathonsiegerinnen:

  1.    3:21:01            Cecilia Backman                       Finnland
  2.    3:39:30            Pola Hadjipapa                         Cypern
  3.    3:42:25            Imogen Hawley

Montag – 11. Tag Larnaca und Heimreise

 Nun ist der Urlaub rum und es heißt packen. Zum Abschluss noch ein paar Fotos von unserem Bergquartier in Vasa. Dann heißt es runter zur Autobahn und gen Osten nach Lárnaka.

 Da wir noch Zeit haben wollen wir uns die Stadt ansehen. Lárnaka gehört zu den drei großen Küstenstädten der Republik Zypern und hat einen neuen Flughafen. Die Stadt selbst hat nur rund 70.000 Einwohner. Kommt man jedoch von der Autobahn und will zur Promenade hat man das Gefühl in einer Großstadt zu sein. Das liegt daran das noch mal doppelt soviel Einwohner in den Vororten wohnen und damit diese Stadt so groß wirkt. Wir fahren durch die Stadt wo wir an einem großen Aquädukt vorbeikommen, bis zur Festung die direkt am Meer liegt.

 In einer Seitenstraße vom Fort parken wir und sind dadurch direkt in der Altstadt. Das jetzige Fort wurde 1625 als türkisches Kastell auf die Grundmauern eines venezianischen Forts gebaut. In den ersten Jahren wurde es von den Engländern als Gefängnis genutzt. Im Inneren sind steinerne Schiffsanker und Kanonen zu sehen. Von den hohen Festungsmauern gibt es einen schönen Blick über einen Teil der Stadt sowie der Promenade und Meer. Im Inneren gibt es auch ein Museum mit vielen archäologischen Ausgrabungen von Kition und der Hala Sultan Tekke.

 Gleich neben dem Fort beginnt die Phinikoudes, die Strandpromenade. 1922 wurden hier bei der Anlage der Promenade auch Palmen angepflanzt die heute viele Häuser überragen. Benannt wurde sie nach der griechischen Bezeichnung für kleine Palmen (Phinkoudes). Zu beiden Seiten der Stadt gibt es kilometerlange Strände. Hier im Bereich der vielen Palmen sind schon heute Leute am Sonnen, denn einige Sonnenschirm und Liegenverleiher haben schon geöffnet.

 Als ganz besondere Sehenswürdigkeit steht in jedem Reiseführer die Agios-Lazarus-Kirche am Rande der Altstadt. Nach nur wenigen Fußminuten stehen wir vor dem Ayois Lazarus Platz auf dem der prächtige Bau steht. Kaiser Leo VI. erbaute im prächtigen byzantinischen Stil im 9. Jh. Im 17. Jh. wurde sie nach den Originalplänen restauriert. Da im Inneren Restaurierungsarbeiten sind können wir sie von außen besichtigen.

 Einer Legend nach war Lazarus der erste Bischof im Königreich Kition mit seiner Residenz-Hauptstadt Lárnaka. Er wurde von Paulus und Barnabas bei einer Reise dort eingesetzt. In der Bibel gibt es zwei Geschichten von Lazarus, im Johannesevangelium und im Lukasevangelium. Lazarus heißt im Hebräischen „Gott hat geholfen“ und so wird heute noch acht Tage vor Ostern die Ikone des Heiligen Lazarus in einer Prozession durch die Straßen getragen.

 Im Johannesevangelium reist Jesus zu Lazarus der schon vier Tage in einer Höhle bestattet wurde und lässt die höhle öffnen und sagt zu Lazarus „Lazarus komm heraus“. Dies soll noch vor der Passion (Leidensweg) Jesus gewesen sein. Im Lukasevangelium wird von einer Geschichte „Reicher Mann und armer Lazarus“ gesprochen. Die orthodoxe Kirche hat ihren Lazarus-Gedenktag am Sonntag vor Palmsonntag. Dies ist der letzte Sonntag der Fastenzeit, eine Woche vor Ostern. In vielen Städten auf der Welt findet eine Palmprozession statt die teilweise sehr bunt und üppig ist.

 Auf der Fahrt zum Airport sehe ich das Schild zur Hala Sultan Tekke am Rande des Salzsees. Da wir noch Zeit haben fahren wir um den Salzsee zur schönsten Moschee Zyperns, wie sie genannt wird. Schon weitem überragt das Minarett den Palmenhain.

 Nach einer Überlieferung sollte Hala Sultan, die Tante mütterlicher seitens des Propheten Mohammed vom Pferd oder Esel gestürzt sein und verstorben sein. Dies soll 647 gewesen sein las die Araber Zypern eroberten. Sie wurde an diesem Ort bestattet wobei drei große Steinplatten aus Jerusalem heranschwebten die ihr Grab bildeten. Diese Stelle entwickelte sich zu einer der größten islamischen Wallfahrtsstätten gleich nach Mekka, Medina und Jerusalem. Scheich Hassan ließ an der Grabstätte 1760 eine Moschee errichten, die erst 1816 vervollständigt wurde. Heute gibt es in einem der Nebengebäude auch Übernachtungsmöglichkeiten für Pilger. Heute sind wir hier fast allein und können so den Rundgang in aller Ruhe genießen.

 Dann müssen auch wir Abschied nehmen und zwar nicht nur von der wunderschönen Hala Sultan Tekke sondern auch von Lárnaka und Zypern. Nun heißt es direkt zum Flughafen der nur ca. 3km entfernt ist. Dabei geht es um einen Teil des Salzsees auf dem sich einige Flamingos befinden. Im Winter soll der See fast komplett mit Flamingos übersät sein und ein einmaliges Schauspiel bilden. Im Winter ist der See bis zu drei Meter tief, der dann im Sommer völlig austrocknet und eine dicke Salzschicht hat. Bis in die 80er Jahre wurde das Salz noch gewonnen. Heute ist der See Naturschutzgebiet für bedrohte Vogelarten.

 Dann geht es direkt zum Flughafen. Vom Personenaufkommen ist der Flughafen Lárnaka mit dem Flughafen Hannover zu vergleichen. Wir parken direkt vor dem neuen großen Terminal und geben als erstes unsere Koffer auf. Jetzt heißt es den Leihwagenvermieter anrufen um das Auto zu übergeben. Die Verständigung ist sehr schlecht und so warten und warten wir. Unser Flug geht um 16:45 Uhr, ich bin jedoch der Meinung erst um 17:05 Uhr. Also verfliegt die Zeit und so gegen 16:30 Uhr holen wir uns Hilfe, dass jemand nochmal den Leihwagenvermieter anruft. Der übersetzt uns dann, dass wir den Schlüssel und die Parkkarte ins Auto legen sollen. Wir machen noch vorsichtshalber Fotos vom Auto damit es später keine Probleme gibt.